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Worüber kann man jetzt noch lachen, Meigl Hoffmann?

24 gute Tage - der LVZ-Adventsletter24 gute Tage - der LVZ-Adventsletter

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wenn wir uns darauf einigen können, den elementaren Unterschied zwischen Lachen und einem Lächeln kurz auszublenden, erzähle ich Ihnen, was mich gestern zum Lächeln (nicht zum Lachen) gebracht hat.
Ich habe vor Kurzem in der LVZ über die Aktion “Briefe gegen die Einsamkeit” geschrieben. Wir rufen damit auf, Grüße an Senioren in Alten- und Pflegeheimen zu schicken, die im Lockdown keinen Besuch empfangen und wenigstens die schriftliche Gewissheit erhalten sollen, nicht vergessen zu sein. Gestern Abend - gerade als ich mich an diese Ausgabe von “24 gute Tage” setzen wollte - bekam ich eine Mail.
Betreff: Brief gegen Einsamkeit an Senioren
Die Leipziger Vikarin Luise-Catharina Quenstedt hatte mir darin diese Zeilen geschrieben:
Ihr Artikel hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt, da mich das Thema Einsamkeit schon eine lange Zeit beschäftigt und aufgrund der Corona-Pandemie noch einmal in den Vordergrund gerückt ist. Außerdem läuft gerade in unserer Kirchgemeinde eine ähnliche Aktion, wie Sie sie in Ihrem Artikel beschrieben haben: Unter dem Motto „Tragt in die Welt nun ein Licht“ waren die beiden Kindergärten und die Kinderkirchengruppen unserer Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde eingeladen, bis Ende November eine Postkarte zu gestalten. Gemeinsam mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden wurden diese Karten dann beschriftet. Wir als Gemeinde werden diese Postkarten in der nächsten Woche an alle Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Alten- und Pflegeheime in unserem Gemeindegebiet verteilen. Mit dieser Aktion wollen wir den Menschen trotz aller Sorgen und Nöte dieser Zeit eine Freude bereiten und ein symbolisches Licht bringen. 
Ich wünsche Ihrer Aktion viel Erfolg!
Der Mail war diese Datei angehängt:
Spätestens da habe ich gelächelt. Danke dafür an die Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde. Lassen auch Sie sich das Lachen nicht verbieten,
Worüber kann man jetzt noch lachen, Meigl Hoffmann?

Meigl Hoffmann. Foto: André Kempner
Meigl Hoffmann. Foto: André Kempner
Sie werden lachen – mir ist es ernst!
Neulich war ich auf dem Weg zum Konsum, da stellte sich mir, ganz unvermittelt, eine Frage in den Weg. Sie drängte sich regelrecht auf, rückte mir auf die Pelle und das in den Zeiten von Mindestabstand und Kontaktverbot. „Worüber kann man eigentlich heute noch lachen?“, so lautete die Frage. „Du machst mir Spaß!“, dachte ich und meinte damit die Frage. Ich bin auf dem Weg zum Konsum, habe den Kopf mit dem Einkaufszettel voll und keine Zeit alberne Fragen zu beantworten! Die Frage aber drängelte weiter: „Herr Hoffmann, worüber haben sie das letzte Mal gelacht?“ Ich betrachtete mir die Frage genauer. „Du bist gut“, sagte ich, „lass mich kurz nachdenken.“ Ich überlegte. Lachen?
Lachen ist eine zivilisatorische Leistung. Lachen macht uns zum Menschen, denn das Tier lacht nie! Damit meine ich nicht nur die Tiere im Zoo, auch die sogenannten Nutztiere sind meist nur arme Schweine, die bei uns nichts zu lachen haben.
Was aber macht den Affen zum Menschen? Na, dass sich der Mensch zum Affen machen kann! Und es außerdem noch lustig findet, wenn Andere das lustig finden. Beim Lachen aktiviert der Mensch rund 300 Muskeln. Das Zwerchfell spannt sich und jagt beim Lachanfall die Luft mit 100 Stundenkilometern aus der Lunge. Das heißt, wenn sie beim Fahrradfahren einen Lachanfall bekommen, ist ihnen ihre Atemluft 75 km/h voraus. Das Herz schlägt schneller, mehr Sauerstoff gelangt in die Blutkörperchen, der Stoffwechsel wird angeregt. Manchmal sogar der Harndrang. Nach dem Glücks-Gluckser weiten sich dann die Arterien, der Blutdruck sinkt, aber die Stimmung steigt, denn Glückshormone fluten ihren Hormonhaushalt. Das Immunsystem wird angeregt und schützt sie besser vor Bakterien und Viren. Lachen ist also Jungbrunnen und gesellschaftlicher Kitt. Oder wie der Volksmund sagt: „Wo gelacht wird, da nimm Platz und sitze, böse Menschen kennen keine Witze.“
Wie aber kommen wir nun zu unserem humoristischen Endorphin-Stößchen? Mein Tipp? Lachen sie über sich selbst! Da treten sie keinem anderen auf die Füße und sorgen für Heiterkeit in der näheren Umgebung. Ich beispielsweise feierte einen großen Lacherfolg, als ich vom Einkauf zurückkam und meine Frau verwundert feststellte, dass ich statt Milch, Edamer und Eier, plötzlich Sandpapier, Drahtbürsten und Arbeitshandschuhe erstanden hatte. Genau, ich hatte Supermarkt und Baumarkt verwechselt – kein Wunder, wenn man mit der Frage nach dem Lachen unterwegs ist…. 
Mike „Meigl“ Hoffmann (52) ist Leipziger - Kabarettist, Sänger, Entertainer, Autor und Gastronom. Aktuell ist er im LVZ-Podcast “Die Rückfallzieher” mit Guido Schäfer zu hören.
Wir öffnen... Türchen 18 im LVZ-Adventskalender

So sieht das Brettspiel "Cospudener Wettlauf" aus. Foto: André Kempner
So sieht das Brettspiel "Cospudener Wettlauf" aus. Foto: André Kempner
Einhörner gibt es wirklich! Am Cospudener See kann man sie mit eigenen Augen sehen. Sogar auf ihnen reiten und die Region erkunden. Das Fabelwesen gehört zu den Sportgeräten, die sich neben Plüschzebras, Giraffen, Tigern, Hochrädern und Tretmobilen am Pier 1 ausleihen lassen. Rhea Nentwich und Ingo Kurs haben den „Cospudener Wettlauf“ erfunden. Ein Brettspiel für Familien, Freunde, Nachbarn, Leipzigliebhaber, Touristen… Wir verlosen heute eins davon im Wert von 55 Euro.
Basteltipp: Weihnachtsstern aus Butterbrottüten

Wenig Aufwand, toller Effekt: Mit wenigen Handgriffen lassen sich diese Papiersterne basteln. Foto: Annett Riedel
Wenig Aufwand, toller Effekt: Mit wenigen Handgriffen lassen sich diese Papiersterne basteln. Foto: Annett Riedel
Mit kleinem Aufwand große Effekte erzielen: schnelle Papiersterne aus Butterbrottüten. Was man dafür braucht? Nicht viel:
  • Butterbrottüten (pro Stern sieben Stück),
  • eine Schere,
  • etwas Leim,
  • einen Bleistift,
  • einen Locher,
  • etwas Schnur oder Angelsehne.
Und so geht’s:
  • eine Tüte mit der Öffnung nach oben auf den Tisch legen
  • mit Leim ein umgekehrtes T auf die Tüte schreiben
  • darauf die nächste Tüte kleben
  • insgesamt sieben Tüten so aufeinander kleben
  • mit dem Bleistift ein Muster auf die oberste Tüte zeichnen (siehe Foto) und ausschneiden
  • die obersten Zacken fassen und Stern auffächern.
  • beide Spitzen zusammenkleben, lochen und mit der Schnur aufhängen. Fertig!
Tipps für den Advent

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Das Weihnachts-ABC: R wie Räuchermännchen

Klassische Weihnachtsfiguren - die Räuchermännchen. Foto: Pietro Sutera
Klassische Weihnachtsfiguren - die Räuchermännchen. Foto: Pietro Sutera
Das Räuchermännchen, erzgebirgisch Raachermannel, sächsisch Räuschormännl, dient zum Abbrennen von Räucherkerzen. Er wurde um 1830 erstmals erwähnt, seine Herstellung und sein Gebrauch sind heute ein fester Bestandteil der erzgebirgischen Volkskunst und des Brauchtums der Weihnachtszeit. Räuchermännchen werden zur Advents- und Weihnachtszeit, zusammen mit Schwibbogen, Bergmann, Engel und Pyramide aufgestellt.
Adventskalender der Leipziger Kirchen

Im Adventskalender der Leipziger Kirchen begrüßen Sie heute die Kinder der neuen Leipziger Caritas-Kita “St. Franziskus”. Sie erzählen, wie es ihnen seit der Eröffnung der neuen Einrichtung vor sechs Wochen ergangen ist und senden einen musikalischen Gruß in den Advent.
18: Caritas-Kita St. Franziskus Leipzig
18: Caritas-Kita St. Franziskus Leipzig
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