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Was gibt Ihnen Hoffnung, Dr. Claudia Pietsch?

24 gute Tage - der LVZ-Adventsletter24 gute Tage - der LVZ-Adventsletter

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
drei Mal werden wir noch wach, dann steht der Heilige Abend schon vor der Tür. Viele Menschen, die normalerweise im Kreis ihrer Familien feiern, bleiben dieses Jahr allein. Ganz bewusst, weil die Familie entweder am anderen Ende der Republik lebt oder die eigenen Eltern zur Risikogruppe gehören. Vergangene Woche haben wir in der LVZ fünf Leipziger porträtiert, die sich bewusst dafür entscheiden, Weihnachten nicht zu ihrer Familie zu fahren. Den Text können Sie hier noch einmal nachlesen.
Auch ich werde Weihnachten nicht bei meinen Eltern verbringen - zum ersten Mal in 32 Jahren. Das war keine leichte Entscheidung, doch seit sie getroffen ist, halten wir uns erstaunlich gut. Am Telefon sagte meine Mutter gestern zu mir: “Wir feiern einfach Ostern ganz groß.” Ist es richtig, seine Hoffnung auf Ostern 2021 zu konzentrieren? Zumindest hilft es, jetzt über die Weihnachtstage hinwegzukommen, die für viele Menschen wie so vieles in diesem Jahr irgendwie nur halbgar sein werden. Der Impfstoff ist quasi da, er ist, so sagte es uns der Chef der Virologie des St. Georg Klinikums, Prof. Christoph Lübbert vor wenigen Wochen in einem Interview “der alleinige Hoffnungsträger” in dieser Pandemie.
Doch Hoffnung gibt auch die Tatsache, dass wir uns trotz allem schnell an diesen Ausnahmezustand gewöhnt haben, dass wir es schaffen, aneinander nah zu bleiben, selbst wenn überall Abstandsregeln gelten, dass wir durch das Netz und die sozialen Medien - man kann über sie schimpfen, wie man möchte - schaffen, Entfernungen zwischen uns zumindest im Herzen zu minimieren.
Hoffnung gibt mir auch, dass selbst die Menschen, die täglich mit der Coronapandemie zu tun haben, noch Hoffnung haben - so wie die Virologin Dr. Claudia Pietsch, die sagt: “Mit Zusammenhalt geben wir einander Hoffnung.”
Ein schöner Satz, finde ich. Halten Sie zusammen, liebe Leserinnen und Leser, das geht auch mit Abstand und ganz ohne Berührungen.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in diese letzten Tage vor Weihnachten.
Was gibt Ihnen Hoffnung, Frau Dr. Pietsch?

Foto: André Kempner
Foto: André Kempner
Der Advent ist eine Zeit der Erwartung, der Sehnsucht und der Hoffnung. In diesem Jahr richten wir unseren wartenden Blick dabei nicht nur auf Weihnachten – sondern darüber hinaus. Bei all der Last und Sorge, welche die Coronavirus-Pandemie in unseren Alltag schwemmt, hat es das kleine Senfkorn Hoffnung gerade wirklich nicht leicht, Wurzeln zu schlagen und zu wachsen.
Und doch gelingt es. Denn gemeinsam haben wir bereits Beachtliches geschafft.
Zusammen brachen wir die Infektionswelle im Frühjahr. Miteinander fanden wir etwas Entspannung in den Sommermonaten. In Kooperationen wurden in Rekordzeit wichtige Labortests, Therapieansätze und wirksame Impfstoffe entwickelt. Gemeinschaftlich ist es gelungen, soziale und wirtschaftliche Folgen der Pandemie wenigstens abzumildern.
Richten wir nun auch weiterhin den Blick auf Wesentliches und sind trotz Abstand füreinander da. So wie immer wünschen wir einander zum Jahreswechsel auch für 2021 ein „Gesundes neues Jahr!“. Dieses Mal haben wir es aber mehr als je zuvor in unserer Hand, dass dieser Wunsch für unsere Liebsten, unsere Familie, unsere Freunde, unsere Nachbarn und Kollegen, aber auch uns völlig unbekannte Mitmenschen in Erfüllung geht. Begehen wir die Feiertage gemeinsam – aber im kleinen Kreis. Schenken wir uns selbst und anderen Gesundheit! Mit Zusammenhalt geben wir einander Hoffnung. Sie geben mir Hoffnung. Ich danke Ihnen dafür.
Dr. Corinna Pietsch (40) ist Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie sowie kommissarische Leiterin des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Leipzig. 2019 wurde sie mit dem Wissenschaftspreis „Klinische Virologie“ der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten und der Gesellschaft für Virologie ausgezeichnet.
Die LVZ verlost Kindertassen vom Weihnachtsmarkt

Der Leipziger Weihnachtsmarkt fiel in diesem Jahr aus – die beliebten Motivtassen mit Figuren aus dem Sandmännchen gab es stattdessen online zur Bestellung. Das Motiv wurde bereits Ende November enthüllt. Es grüßen Herr Fuchs und Frau Elster vom Kaffeetisch. Nach einem turbulenten Jahr mit vielen Nachrichten und recherchierten Geschichten unserer Redakteure aus der Messestadt ist es nun Zeit, ein bisschen Weihnachtsmarkt-Flair zu Ihnen nach Hause zu bringen. Deswegen verlost die Leipziger Volkszeitung unter allen teilnehmenden LVZ+ Lesern 20 Weihnachtsmarktassen mit Herrn Fuchs und Frau Elster.
Sollten Sie noch kein LVZ+ Abonnent sein, können Sie mit einem Probe-Abo im Dezember sogar die Leipziger Kultur-Szene unterstützen: Die LVZ spendet 2,50 für jedes neu abgeschlossene LVZ+ Abo an #dasistLeipzig, der Kulturschaffende und Künstler in der Coronakrise unterstützt. Hier geht es zum LVZ-Kulturabo.

Täglich Tipps für die Weihnachtsferien

Viel machen kann man nicht in Zeiten des Lockdowns, doch Kinder müssen beschäftigt werden. Unser Team von LVZ Familie lässt deshalb auch über die Weihnachtsferien seinen Newsletter aufleben und verschickt täglich morgens ein paar Tipps für die Tage - kostenlos und direkt ins Mailpostfach. Anmelden können Sie sich hier.
Wir öffnen... Türchen 21 im LVZ Adventskalender

Foto: Liviu C / Unsplash
Foto: Liviu C / Unsplash
Machen wir uns nichts vor - die besten Geschenke sind manchmal einfach die, die man sich selbst aussuchen kann. Auch heute verlosen wir im LVZ Adventskalender daher wieder einen Wunschgutschein in Höhe von 50 Euro. Tun Sie sich selbst oder anderen etwas gutes. Viel Glück!
Das Weihnachts-Abc: U wie Urbi et Orbi

“Der Stadt und dem Erdkreis” lautet dieser vielleicht feierlichste Segen des Papstes. Es ist der erste Segen, den ein neu gewählter Papst gleich nach seinem ersten öffentlichen Auftritt spricht. Außerdem zu Ostern und Weihnachten. Urbi ist die Dativform des lateinischen Wortes “urbs”=Stadt und drückt aus, dass der Papst Bischof von Rom ist - orbi wiederum steht für den gesamten Erdkreis, den der Papst als Oberhaupt der katholischen Kirche ebenfalls umfasst. Ursprünglich kommt der Begriff aus dem Römischen Recht, als Segen wird er vermutlich seit dem 13. Jahrhundert gesprochen.
Kreativ durch den Advent

Rezept-Tipp: Kinderpunsch, Glühwein und Feuerzangenbowle selbst gemacht
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Der Adventskalender der Kirchen

Heute ist der Tag des Heiligen Thomas. Dementsprechend verbirgt sich hinter dem 21. Türchen des Adventskalenders der Kirchen ein Beitrag der jungen Thomaneranwärter. Sehen - und vor allem: hören - Sie selbst!
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